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Ihre Geschichte EinleitungSchon in früheren Zeiten, bei zahlreichen Unglücksfällen und Feuersbrünsten, Brandschatzungen vor und während des dreißigjährigen Krieges, gab es in Vechta Regelungen, wie Brände verhütet oder ausgebrochene zu bekämpfen sind. Ledereimer und Nothaken waren in jedem Haus vorhanden und jeder Bürger war zur Hilfeleistung verpflichtet. Die älteste Brandordnung der Stadt Vechta ist auf den 19. April 1731 datiert. Es gab schon drei Handpumpen im Stadtgebiet und für jede Pumpe waren zwei Rottmeister eingesetzt, die jeweils wieder ein Kommando von acht Bürgern unter sich hatten. In einer weiteren Brandverordnung von 1788 ist schon von einer Brandspritze die Rede, die mit verstärktem Wasserstrahl eine größere Löschwirkung erzielte. Von dem tatkräftigen Bürgermeister Vorwold, der von1800 bis 1807 tätig war, wurde die Anschaffung einer für damalige Zeit sehr kostspieligen Notpumpe vorangetrieben, die bis 1907 im Moorbachbett bei Melchers Brücke stand. Über eine ca. 400 m lange Holzrinne wurde das Wasser zum Brandort und von dort mittels Spritzen in das Brandobjekt befördert. Die Gründung der Vechtaer Feuerwehr Am 13. Juli 1890 wurde der Vorstand der ersten Freiwilligen Feuerwehr gewählt. Zum Hauptmann der Wehr wurde Brauereibesitzer Hermanns ernannt. Die junge Feuerwehr hatte aus den Beständen der Stadt die Feuerlöschgeräte und eine kleine Brandspritze übernommen, was sich jedoch bei der ersten Übung als nicht ausreichend erwies. Von einer Leipziger Firma wurde 1890 ein Wasserzubringer angeschafft. Diese neue Maschine war so gebaut, dass sie auch als Spritze verwendet werden konnte, wenn das "Zubringen" des Wassers nicht nötig war. 1891 wurde als Ergänzung eine Stadtbrandspritze mit einer Wasserleistung von 400 bis 500 Litern in der Minute gekauft. Dazu kamen 500 m Schlauchmaterial, Steckleitern und für die Alarmierung Hupen und Trompeten. Um die Mitgliedschaft in der Feuerwehr auch nach außen zu dokumentieren wurde eine einheitliche, zunächst einfache Uniformierung angeschafft. Neun Jahre später wurde in der Generalversammlung die Beschaffung von Joppen mit blanken Knöpfen und Helmen als Kopfschutz beschlossen. Zur Ausbildung der Mitglieder wurden sechs- bis achtmal im Jahr Übungsalarme angesetzt. Die Weltkriege Der erste Weltkrieg bildete einen Einschnitt in der Entwicklung der Feuerwehr. Die Mitgliederzahl war durch den Krieg stark zurückgegangen und durch die Überalterung nicht mehr schlagkräftig. Eine Reorganisation wurde vorangetrieben, so dass am 21. März 1920 wieder 127 Mitglieder erwähnt wurden. Da alle Gerätschaften der Feuerwehr bis zu diesem Zeitpunkt im Rathaus der Stadt Vechta untergebracht waren, und der Raum zu klein wurde, schlug der Vorstand der Feuerwehr 1921 vor, ein Spritzenhaus zu bauen, welches im November 1923 vom damaligen Bürgermeister Berding an die Feuerwehr übergeben wurde. Zwei Jahre später wurde ein neues Automobil-Löschfahrzeug an die Feuerwehr übergeben. Ab 1933 brachte der Anbruch des "Dritten Reiches" eine Krise in die Feuerwehr. Austritte aufgrund der politischen Gleichschaltung, Strafversetzung der Wehrführung aufgrund von Konflikten mit den Nationalsozialisten und nicht zuletzt der Ausbruch des Krieges und der damit verbundenen Einsätze im Jahre 1939 brachten eine schwere Zeit für die Vechtaer Wehr. Der Neuaufbau Wenige Tage nach Kriegsende stand die Feuerwehr wieder für die zivilen Aufgaben des Bevölkerungsschutzes zur Stelle. Zusätzlich betreute die Wehr auch den Krankenwagendienst. Am 1. August 1946 war die erste offizielle Mitgliederversammlung nach dem Kriege. An der Versammlung nahmen 36 Mitglieder teil. Zahlreiche Einsätze in Vechta und im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe in den Nachbargemeinden waren Zeichen für die größeren und zum Teil neuartigen Aufgaben der Feuerwehr in der modernen Industriewelt, was sich natürlich auf die Beschaffung neuer Einsatzfahrzeuge auswirkte. 1953 wurde ein LF 8 mit einer Magirus-Vorbaupumpe in Dienst gestellt, 1956 wurde die Schlagkraft erneut mit der Beschaffung eines TLF 16 T verbessert. Schon bald war das bis zu diesem Zeitpunkt (seit 1923) genutzte Spritzenhaus an der Burgstrasse zu klein. Für eine Feuerwehrleiter war kein Platz mehr vorhanden. Nach langer Planung und Standortsuche fand im Frühjahr 1967 die feierliche Einweihung und Übergabe eines neuen Feuerwehrgerätehauses statt. Im selben Gebäude wurde die Technische Zentrale des Landkreises Vechta und im Jahre 1988 die zentrale Rettungsleitstelle für den Landkreis Vechta untergebracht. Die Anforderungen an die Feuerwehren durch Industrieansiedlung, Baustile und höheres Verkehrsaufkommen machten weitere Neuanschaffungen erforderlich. 1969 wurde ein LF 16 in Dienst gestellt. Die lange geplante Anschaffung einer großen Drehleiter durch die Stadt Vechta wurde 1969 ebenfalls Wirklichkeit. 1983 wurde sie an den Landkreis Vechta übergeben, ist aber weiterhin im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Vechta stationiert. Auch die Jugendarbeit und damit die Sorge um den Nachwuchs in der Freiwilligen Feuerwehr wurde schon sehr früh aufgegriffen. Am 1. September 1970 wurde die Jugendfeuerwehr Vechta offiziell gegründet. Die Förderung des Brandschutzgedankens und die Ausbildung der Jugendlichen stehen im Vordergrund dieses von den Jugendlichen mit sehr viel Engagement bedachten Angebotes. Immer häufiger wurde die Vechtaer Feuerwehr in den 70er Jahren zu Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn A1 gerufen, was sich wiederum auf die Beschaffung entsprechender Fahrzeuge und Geräte auswirkte. 1975 beschaffte der Landkreis Vechta einen RW 2, der im Feuerwehrhaus der Feuerwehr Vechta stationiert wurde. Im Juli 1981 präsentierte die Vechtaer Wehr ein bis dahin weit und breit einmaliges Fahrzeug. Es handelte sich um den Prototyp eines 220 Stundenkilometer schnellen Vorausrüstwagens auf Basis eines Mercedes 280 TE, ausgerüstet u.a. mit Schere, Spreizer und einer Lightwater-Löschanlage. Im Jahre 1990 feierte die Vechtaer Feuerwehr ihr 100-jähriges Jubiläum. Die Mitgliederzahl ist auf fast einhundert angewachsen. Die Einsatzzahlen wachsen von Jahr zu Jahr und stellen immer neue Anforderungen an die Feuerwehrleute, die sie durch ständige Ausbildung, zusätzliche Gerätschaften und viel Ehrgeiz zu begegnen suchen. Heute präsentiert sich die Feuerwehr mit einer Mannschaftsstärke von ca. 80 aktiven Kameraden und 13 in der Altersabteilung. Im Jahre 1997 hielt eine Frau Einzug in eine bis dahin reine Männerdomäne und machte damit den Weg frei für weitere Feuerwehrfrauen. |
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