Wohnhausbrand in

Ellenstedt

 

Dienstag, 30.01.2007

 

 

 

 

Berichterstattung in Anlehnung 

an den Bericht

der OV vom 31.01.2007

 

Bei einem Großfeuer in einer Arbeiterunterkunft in Ellenstedt sind in der Nacht zum Dienstag ein Bewohner schwer und zwei Feuerwehrmänner leicht verletzt worden. Die Schadenshöhe schätzt die Polizei auf 150 000 Euro, die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei schließ nach den Worten ihres Sprechers aus, dass der Brand durch eine Einwirkung von außen entstanden ist.

Nach ersten Ermittlungen war das Feuer gegen ein Uhr ausgebrochen. Alle 26 Bewohner konnten das alte Gebäude an der Ellenstedter Straße verlassen. Ein 46-Jährige wurde mit einer Rauchvergiftung und Brandverletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Hamburger Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehren aus Goldenstedt, Lutten, Vechta und Wildeshausen waren mit mehr als 70 Kräften, 13 Fahrzeugen und zwei Drehleitern im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Die Flammen konnten sich rasch ausbreiten und fraßen sich durch die Zwischendecke. Die Feuerwehr konnte nur unter schwerem Atemschutz an die Brandnester zu gelangen. Probleme bereitete zudem das mit Metallplatten eingedeckte Rundbogendach. „Das Feuer hatte sich in die Zwischendecke gefressen“, erzählt der Goldenstedter Ortsbrandmeister Gerd Schröder. „Wir konnten das Metalldach nicht öffnen. Im Inneren gab es dann eine Durchzündung von Brandgasen. Dabei verletzten sich zwei unserer Kameraden.“ Erst am Morgen war das Feuer gelöscht.

Bei den Bewohnern handelt es sich um Tschechen, die im Auftrag einer Leiharbeitsfirma im Schlachtbetrieb Gausepohl in Bakum arbeiten. Wegen der Verständigungsprobleme kann die Polizei noch keine näheren Angaben zu den möglichen Ursachen machen. Zur Befragung der Bewohner sollte ein Dolmetscher herangezogen werden.

Die Bewohner wurden noch in der Nacht von den Maltesern aus Vechta versorgt. Die lieferten Feldbetten, die im Ellenstedter Pfarrheim aufgestellt wurden, und Decken. Am Morgen brachten sie Brötchen, Kaffee und Tee für das Frühstück. Bis auf den Verletzten sind alle anschließend zur Arbeit gefahren.


„Wenn es sein muss, können sie auch noch eine weitere Nacht im Pfarrheim bleiben“, versichert Helmut Lehmkuhl, Provisor der Pfarrgemeinde St. Heinrich Ellenstedt. Für die Gruppen, die das Pfarrheim nutzen wollten, ließe sich kurzfristig sicher eine Alternative in der Schule oder Turnhalle finden. Derzeit probten die Frauen für ihren „bunten Nachmittag“ am Wochenende. Bürgermeister Willibald Meyer, der in der Nacht beim Brand zugegen war, bot das Harmann-Wessel-Haus als vorübergehende Unterkunft an „für bis zu zwei Wochen“. Er lobte den Einsatz aller Hilfskräfte und die spontane Hilfe der Ellenstedter.

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Einsatzfotos

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Letzte Änderung: 01.02.07
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