Einsatzübung:
Explosion bei der Fa. Schlumberger

Montag, 14.04.03

Kurz nach 17 Uhr lief die Brandmeldeanlage der im Vechtaer Industriegebiet Nord gelegenen Firma Schlumberger bei der Einsatzleitstelle in Vechta auf. Sofort danach gingen mehrere Notrufe mit Meldungen über ein explodiertes und brennendes Gefahrstofflager und etlichen Verletzte ein.

Der Disponent Kalle Due (großes Lob für die gute Arbeit) alarmierte umgehend die Feuerwehren des Nordkreises Vechta sowie mehrere Rettungswagen und Notärzte, hinzu kamen die Schnelleinsatzgruppen aus Vechta und Lohne sowie der Gefahrgutzug des Landkreises.

Die groß angelegte Übung war lediglich den Organisatoren bekannt und sorgte auch noch während des Einsatzes für realistische Anspannung bei den eingesetzten Kräften.

Für die anrückenden Kräfte bot sich im ersten Moment eine unübersichtliche Lage. Das Gefahrstofflager war teilweise "zerstört" und "brannte in voller Ausdehnung". Im Bereich der "Druckwelle" lagen mehrere Verletzte und teilweise eingeklemmte Personen. Eine Nachbarhalle war durch die "Explosion" in Mitleidenschaft gezogen worden. Zudem war nicht auszuschließen, dass der gesamte Bereich durch austretende Gefahrstoffe kontaminiert war.

Oberste Priorität hatte natürlich die Rettung der Verletzten durch die Feuerwehr. Georg Wolke, Leiter der Rettungswache Vechta und Notarzt Dr. Hagemann lobten in der Nachbesprechung die umfangreiche und schnelle Versorgung der Verletzten sowie die gute Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten. Lediglich einer der 11 Verletzten konnte nur noch tot geborgen werden. Alle anderen Opfer waren binnen einer Stunde auf dem Weg in umliegende Krankenhäuser.

Auf Seiten der Feuerwehr zeigte sich Eduard Flegel, Stadtbrandmeister Vechta ebenfalls zufrieden mit dem Einsatzverlauf. Lediglich die Wasserversorgung bereitete einige Schwierigkeiten. Erst eine über 1,5  km lange Schlauchleitung von einem Regenrückhaltebecken und der Pendelbetrieb mit Tanklöschfahrzeugen konnte den Wasserbedarf sicherstellen. Hier wurde Nachbesserungsbedarf angemeldet.

Gegen 19 Uhr wurde die Übung dann mit einer Erbsensuppe der Malteser beendet. Insgesamt waren etwa 140 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 26 Fahrzeugen vor Ort. Hinzu kamen 45 Kräfte des Rettungsdienstes mit etwa 10 Fahrzeugen.

Eingesetzte Kräfte Feuerwehr:

  • FF Vechta

  • FF Langförden

  • FF Bakum

  • FF Lohne

  • FF Lutten

  • FF Visbek

  • Gefahrgutzug LK Vechta

Eingesetzte Kräfte Rettungsdienst:

  • RTW 1 + 2 Vechta

  • RTW Visbek

  • Notärzte Dr. Gazdik, Dr. Hagemann

  • SEG Vechta

  • SEG Lohne


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Letzte Änderung: 22.01.04
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