Ziele der Brandschutzerziehung

Ziele der Brandschutzerziehung sind:

- Erkennen und Beurteilen von Brandgefahren
- Beurteilen der Wirkung von Feuer und Rauch
- Kenntnisse über geeignete Verhaltensweisen bei einem Brand

Ein positiver Nebeneffekt der Brandschutzerziehung ist die Öffentlichkeitsarbeit. Wenn man Mitbürger zum Thema Feuerwehr befragt, hört man z.B. Aussagen wie: „die kommen wenn es brennt und löschen mit Wasser“. Ab und zu sehen sie die roten Autos mit Alarm durch die Stadt fahren und man kann manchmal einen Bericht in der Zeitung lesen, von dem eigentlich nur der Tag und das Schadenereignis stimmen. Da werden aus drei Feuerwehrfahrzeugen drei Löschzüge und Unfallopfer werden aus den Fahrzeugwracks geschweißt. Auch was Feuerwehr sonst noch leistet, neben dem allgemeinen Einsatzgeschehen, was im wöchentlichen Übungsdienst abläuft, wie unterschiedlich die Einsätze sind und mit welchem notwendigen Rüstzeug gearbeitet wird, wie groß die Zahl der Kameraden ist, die sich für die Bevölkerung engagieren, all diese Dinge sind der Allgemeinheit kaum bekannt. Ihre Feuerwehr rückt allenfalls näher in das Bewusstsein der Mitbürger, wenn sie direkt durch einen Schaden betroffen sind, oder eben durch die Brandschutzerziehung.

Gerade in diesen Zeiten, wo die öffentlichen Kassen nicht mehr so gefüllt sind, wo Ersatzbeschaffungen für Fahrzeuge möglichst lange hinausgezögert werden und versucht wird, die Ausgaben für die Feuerwehren auf das eben notwendigste zu begrenzen, kann u.a. durch die Brandschutzerziehung das Thema Feuerwehr langfristig in positiver Weise in den Blickwinkel der Bevölkerung gerückt werden.

Wie können diese Ziele erreicht werden ?

Die Feuerwehr Vechta bietet zu diesem Thema eine komplette Stundenausarbeitung zu diesem Thema an. Hiermit führen die Lehrpersonen die Brandschutzerziehung durch. Sie haben somit wenig Vorbereitungszeit in ein für sie fremdes Thema zu investieren. Weiterhin wird von der Feuerwehr ein Koffer mit allerlei Material zum Experimentieren geliefert. Dieser Koffer enthält Probenbehälter, Tiegelzangen, Zündmittel usw. mit denen die Schüler in Dreiergruppen unterschiedliche Versuche durchführen. Hierbei wird auf größtmögliche Vorsicht Wert gelegt. Im Klassenraum stehen Feuerlöscher, Wassereimer und Löschdecke bereit, auf den Tischen liegt eine Unterlage aus Alufolie und zum Ablöschen der Versuchsmaterialien ein Behälter mit Wasser. Ziel ist, dass die Kinder, sollten sie zündeln, zumindest eine dieser Vorsichtsmassnahmen bereithalten.

Weiterhin gehören zum Umfang des Koffers Telefone zum Erlernen einer Alarmierung über die Telefonnummer 112. Hier erlernen die Kinder den Notruf unter Berücksichtigung der fünf W’s:

- wer (meldet)
- wo (ist etwas geschehen)
- was (ist geschehen)
- wie (sieht es jetzt aus)
- und natürlich das Warten auf Rückfragen des Angestellten der Leitstelle.

Weiterhin gehören verschiedene Videofilme, die in den Lerneinheiten behandelt werden zum Angebot.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass bei der Vorstellung des o.g. Materials die Lehrer ihre anfänglichen Vorbehalte wie „der Lehrplan lässt eine intensive Behandlung aus Zeitgründen nicht zu“ oder „wir haben von diesen Dingen keine Ahnung“ oder „der Aufwand ist zu groß“, aufgeben und mit dem Unterricht beginnen. Sie stellen dann sehr schnell fest, mit welch einem Engagement die Schüler bei der Sache sind. Die Unterrichtseinheit dauert ca. vier bis sechs Wochen. Zum Abschluss der Einheit kommt dann ein Schulklassenbetreuer der Vechtaer Feuerwehr für eine Doppelstunde in den Unterricht, um den Transfer des Erlernten zur Feuerwehr herzustellen und vor allem um viele Fragen zu beantworten. Entweder geht der Feuerwehrmann in die Schule oder die Kinder besuchen das Feuerwehrhaus. Hier können dann abschließend die Feuerwehrfahrzeuge besichtigt und erklärt werden.

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Letzte Änderung: 15.01.05
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