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Evakuierungsaktion - 27.12.2009Im Bereich Füchtel wurde eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Um 15:43 Uhr wurde die 10 Zentner Bombe kontrolliert gesprengt, sodass die Anwohner in ihren Wohnungen zurückkehren konnten.
Aufgrund des Zustandes des Zünders des Blindgängers konnte die Bombe nicht entschärft werden; sie wurde kurz nach Mittag an einen eigens dafür präparierten Sprengort transportiert und dort am frühen Nachmittag mittels Fernzündung kontrolliert zur Explosion gebracht. Bereits am Sonntagmorgen war die Räumung des rund 8.500 Einwohner umfassenden Evakuierungsbereiches vorgenommen worden, in dem auch ein Krankenhaus und zwei Justizvollzugsanstalten liegen. Rund 230 Vechtaerinnen und Vechtaer hatten sich in dem eigens eingerichteten Evakuierungszentrum eingefunden und waren dort verpflegt worden. Bilder der Sprengstelle nach der kontrollierten Sprengung Vorbericht Seit Juni bereitet sich die Stadt Vechta gemeinsam mit Feuerwehr, Polizei und weiteren Behörden auf die Entschärfung einer Fliegerbombe am Sonntag (27. Dezember) vor. 700 Einsatzkräfte und Helfer sorgen bei dem Großeinsatz für einen reibungslosen Ablauf - viele von ihnen ehrenamtlich. Bereits in den frühen Morgenstunden werden 180 Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes ihre Arbeit aufnehmen, erläutert Malteser-Einsatzleiter Oliver Peters aus Damme. Bei der Evakuierung von 8500 Bürgern rund um den Fundort am Dominikanerweg erwartet die Helfer eine große logistische Aufgabe: 40 Fahrzeuge sorgen für den Transport von 200 Rollstuhlfahrern. Hinzu kommen zahlreiche Rettungswagen für den Transport pflegebedürftiger und kranker Menschen zum Beispiel aus dem Pater-Titus-Stift. Für Unterstützung sorgen Malteser aus Wilhelmshaven, Sandkrug und Wildeshausen. Außerdem kommen Busse zum Einsatz. Dem MHD obliegt auch die medizinische Versorgung im Evakuierungszentrum im Schulzentrum Nord. Die Mobile Küche der Malteser werde bis zu 1000 Menschen verpflegen, erklärt Peters. Auch übernimmt die Mobile Küche die Versorgung der vielen Helfer. "Keiner soll merken, dass wir am Sonntag deutlich mehr zu tun haben", weist Peters auf zwei zusätzliche Rettungswagen hin, die für andere Notfälle abseits der Evakuierungsaktion bereitstehen. Gut vorbereitet sind die Feuerwehren auf ihren Einsatz, bestätigt der Vechtaer Ortsbrandmeister Günther Espelage. Am Sonntag werden 250 Feuerwehrleute aus dem Landkreis im Einsatz sein. Allein 160 von ihnen werden der Polizei bei der Evakuierung Amtshilfe leisten. Im Schulungsraum des Vechtaer Feuerwehrgerätehauses ist in mehreren hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit die Einsatzzentrale aufgebaut worden. 30 Kameraden aus Vechta stehen im Gerätehaus bereit, um bei Bränden oder Hilfeleistungen schnell vor Ort zu sein. In unmittelbarer Nähe des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg werden die 40 ehrenamtlichen Helfer des Technischen Hilfswerks arbeiten, erklärte Tobias Beckhelling vom Ortsverband Lohne. Der THW baut für den Kampfmittelräumdienst die notwendige Beleuchtung auf. Sollte die Bombe am Dominikanerweg nicht zu entschärfen sein, wird der Blindgänger zum Sprengplatz am Immentunweg transportiert. Unterstützt wird der THW-Ortsverband Lohne von den Ortsverbänden aus Cloppenburg und Quakenbrück. Letztere bringen durch ihre Arbeit bei zahlreichen Bombenentschärfungen in Osnabrück viel Erfahrung mit. Text- und Bildquelle: Oldenburgische Volkszeitung Weitere Informationen: Bilder der Evakuierungsaktion vom 27.12.2009. Die Evakuierungsaktion war mit der kontrollierten Zündung der Bombe um 15:43 Uhr beendet. Übersichtskarte Fundort der Bombe am Dominikanerweg mit möglichem Sprengplatz im Waldgebiet Immentun. Evakuierungsaktion - 27.12.2009 auf einer größeren Karte anzeigen Fundort der Bombe am Dominikanerweg mit Schutzcontainern sowie der vom THW errichtete Sprengplatz im Immentun. |
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