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Übung Busunglück, Lohne-Bokern - 02.05.2009

Mit einem Horrorszenario waren rund 350 Helfer der Feuerwehren und Rettungsdienste am Samstagnachmittag in Lohne konfrontiert: Ein LKW kommt auf der Märschendorfer Straße in Lohne (LK Vechta) von der Straße ab, der Fahrer versucht das Fahrzeug zurück auf die Straße zu lenken und kollidiert hierbei mit einem entgegenkommenden Bus. Zwei PKWs erkennen die Situation zu spät und verunglücken hinter dem Bus. Über 50 Personen sind am Unfallgeschehen beteiligt und werden teilweise schwer, bzw. lebensgefährlich verletzt. Großeinsatz für die Rettungsdienste und Feuerwehren des Landkreises Vechta. Aber alles war nur eine sehr gut vorbereitete und streng geheim gehaltene Großübung.

Um die hohe Anzahl von Verletzten zu bewältigen wird weitere Hilfe aus den Nachbarlandkreisen angefordert. Zusätzlich wird der Rettungshubschrauber SAR 31 aus Diepholz alarmiert. Die Fahrgäste im Bus können sich nicht selbst befreien, die Türen sind blockiert. Sie werden von den Feuerwehren durch eingeschlagene Scheiben befreit. Zusätzlich wird der Bus im vorderen und hinteren Drittel aufgeschnitten. Eingeklemmte Personen müssen auch aus den zwei PKWs befreit werden. Sie werden dem Rettungsdienst übergeben. Die SEG (Schnell-Einsatz-Gruppe) Lohne wird von der SEG Vechta und der SEG Damme unterstützt. Die Schnelleinsatzgruppen versorgen die Verletzten vor Ort, während der reguläre Rettungsdienst für den Transport in die Krankenhäuser sorgt. Zusätzliche Schnelleinsatzgruppen werden aus Cloppenburg, Diepholz, Ahlhorn, Sandkrug, Wildeshausen und Osnabrück angefordert.
Die Rettungswagen der insgesamt neun Schnelleinsatzgruppen unterstützen den Verletztentransport in die Krankenhäuser. Weitere Sanitäter der Schnelleinsatzgruppen versorgen Verletzte vor Ort. Eine Verletztensammelstelle wird errichtet. Die Verletzten müssen je nach schwere der Verletzung dringend in umliegende Kliniken transportiert werden. Die Feuerwehren sind mit der Befreiung eingeklemmter Personen vertraut, sichern die Unfallstelle zusammen mit der Polizei ab und kümmern sich um Brandsicherung und Gefahrenabwehr.
Insgesamt sind über 350 Rettungskräfte und unzählige Rettungsfahrzeuge an der Übung beteiligt. Viele Verletzten-Darsteller aus dem Landkreis Oldenburg wurden eingesetzt, um eine möglichst lange Geheimhaltung der Übung zu gewährleisten. Die Feuerwehren und Rettungsdienste haben erst am Unfallort von einer Übung erfahren. Somit können Einsatzzeiten und Personalstärke möglichst real ermittelt werden. Die Übung wurde wochenlang von Karl-Heinz Due, Andreas Sieverding und Uwe Bünger vorbereitet.

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